Ein Trade endet im Plus. Trotzdem hast du vielleicht deinen Stop verschoben, zu viel riskiert oder nach Erreichen deines Verlustlimits weitergehandelt. Genau dort setzt BarDrill an: Du spielst einen historischen Handelstag mit US-Aktien nach und prüfst anschließend, wie du zu deinem Ergebnis gekommen bist.
Du handelst ausschließlich mit virtuellem Geld. Wähle eine Aktie und ein vergangenes Datum oder starte ein Blindtraining, bei dem beides bis zum Ende verborgen bleibt. Die Kurse erscheinen Minute für Minute. Du entscheidest über Einstieg, Positionsgröße und Ausstieg. Danach stehen Ergebnis und Regelverstöße nebeneinander.
Der Markt muss nicht in deinen Kalender passen
Wer tagsüber arbeitet, kann nicht jeden interessanten Moment live verfolgen. Und ein fertiger Chart stellt eine andere Aufgabe: Der spätere Kursverlauf ist bereits sichtbar. Eine Entscheidung im Nachhinein zu erklären bedeutet nicht, sie vorher getroffen zu haben.
Ein Replay gibt dir Kontrolle über den Übungsablauf. Du kannst pausieren, einzelne Kerzen weiterschalten oder das Tempo erhöhen. So lässt sich eine Entscheidung genauer untersuchen, ohne auf den nächsten passenden Live-Moment zu warten. Daraus folgt kein Versprechen besserer Handelsergebnisse. Der konkrete Vorteil liegt in der planbaren Übung.
Der Server gibt die Kerzen Schritt für Schritt frei. Zukünftige Kerzen bleiben während der Sitzung verborgen. Im Blindtraining fehlen zusätzlich Ticker und Datum als Hinweise. Erinnerst du dich trotzdem an einen bestimmten Kursverlauf, gehört diese Erinnerung zur ehrlichen Bewertung deiner Übung.
Die Auswertung schaut hinter die P&L
Vor der ersten Ausführung legst du deine Regeln fest. Dazu gehören das maximale Risiko pro Trade, der maximale Tagesverlust und die Zahl erlaubter Trades. Nach der ersten Ausführung sind diese Einstellungen für die Sitzung gesperrt. Damit bleibt der Maßstab bestehen, auch wenn ein Trade unangenehm wird.
Der Disziplinwert beginnt bei 100. Für festgelegte Regelverstöße werden Punkte abgezogen. Die Auswertung zeigt auch den Zeitpunkt. Du siehst dadurch nicht nur, dass du einen Stop erweitert hast, sondern kannst die betreffende Entscheidung im Ablauf einordnen.
Daneben stehen Brutto- und Netto-P&L, Trefferquote, durchschnittlicher R-Multiplikator und maximaler Drawdown. Ein positives Ergebnis macht einen Regelbruch nicht unsichtbar. Ein negatives Ergebnis beweist umgekehrt nicht, dass du deinen Plan missachtet hast. Beide Ebenen gehören zur Nachbesprechung.
Gib jeder Sitzung eine konkrete Aufgabe
Vielleicht willst du prüfen, ob du den Stop wirklich vor dem Einstieg festlegst. Vielleicht fällt dir auf, dass nach einem Verlust besonders schnell die nächste Order folgt. Wähle einen solchen Punkt und vergleiche deine Absicht mit der späteren Auswertung.
Nach dem Ende erscheint der restliche Handelstag in Grau. Betrachte diesen Verlauf getrennt von dem, was du zum Entscheidungszeitpunkt wissen konntest. Auf der Startseite findest du frühere Sitzungen und den durchschnittlichen Disziplinwert für den verwendeten Browser. Ein Benutzerkonto oder Login gibt es nicht.
Wo das Modell aufhört
BarDrill nutzt historische 1-Minuten-Kerzen mit Eröffnung, Hoch, Tief, Schluss und Volumen. Level 2 und Tickdaten fehlen. Orderausführungen, Slippage und Provisionen folgen einem Modell. Eine Minutenkerze zeigt eine Kursspanne, aber nicht die vollständige Reihenfolge aller Bewegungen innerhalb dieser Minute.
BarDrill ist kein Broker, führt keine echten Trades aus und liefert weder Anlageberatung noch Trade-Ideen oder Signale. Auch ein hoher Disziplinwert sagt keine Ergebnisse im echten Handel voraus. Die Anleitung erklärt die Abläufe; die Risikohinweise helfen dir, die Grenzen der Übung einzuordnen.