BarDrill

Eine Simulation zeigt einen Ablauf, keine Zukunft

Verstehe die Risiken von Daytrading und die Grenzen historischer Replays: modellierte Ausführung, virtuelle Ergebnisse und fehlende Tickdaten.

BarDrill ist eine Übungsumgebung mit virtuellem Geld. Die App ist kein Broker, führt keine echten Trades aus und erteilt keine Anlageberatung. Ein positives Ergebnis, eine hohe Trefferquote oder ein guter Disziplinwert sagt nicht voraus, was dir im echten Handel gelingen würde. Lies diese Unterschiede, bevor du aus einer Sitzung Schlüsse über den Einsatz von echtem Geld ziehst.

Daytrading kann erhebliche Verluste verursachen

Im echten Aktienhandel kannst du Geld verlieren, auch wenn du eine Entscheidung sorgfältig vorbereitet hast. Kurse können sich schnell bewegen, und der gewünschte Ausstiegskurs ist nicht automatisch der tatsächlich verfügbare Kurs. Häufiges Handeln erzeugt außerdem Kosten, die sich über mehrere Trades summieren. Eine virtuelle Sitzung bildet nicht alle finanziellen, betrieblichen und persönlichen Folgen dieser Vorgänge ab. Die Verfügbarkeit eines Long- oder Short-Buttons bedeutet deshalb nicht, dass diese Handelsform für dich geeignet ist.

Virtuelle Orders treffen auf keinen echten Markt

BarDrill sendet deine Orders nicht an eine Börse und sucht keine tatsächliche Gegenpartei. Das Modell berechnet eine Ausführung aus historischen Kursdaten. Im realen Handel können verfügbare Liquidität, die Reihenfolge konkurrierender Orders und technische Verzögerungen das Ergebnis verändern. Ein im Replay erreichter Kurs ist keine Zusicherung, dass du dort eine echte Position in gleicher Größe eröffnen oder schließen könntest. Eine simulierte Ausführung belegt lediglich, dass die Voraussetzungen des Modells erfüllt waren.

Minutenkerzen lassen Informationen offen

Die Replays nutzen historische 1-Minuten-Kerzen mit Eröffnung, Hoch, Tief, Schluss und Volumen. Es gibt keine Level-2- und keine Tickdaten. Eine solche Kerze zeigt die Spanne einer Minute, aber nicht jede einzelne Transaktion in ihrer Reihenfolge. Wenn Stop und Ziel innerhalb derselben Kerze berührt werden, nimmt BarDrill den Stop zuerst an. Diese vorsichtige Regel ersetzt fehlende Informationen. Sie rekonstruiert nicht den tatsächlichen Ablauf innerhalb dieser Minute.

Slippage und Provisionen bleiben Modellwerte

Market-Orders werden zum Eröffnungskurs der nächsten Kerze mit Slippage ausgeführt. Limit-Orders werden zur Eröffnung ausgeführt, wenn der Kurs das Limit bereits passiert hat, ansonsten bei Berührung zum Limitkurs. Stop-Orders lösen bei Berührung unter Berücksichtigung der Slippage aus. Die voreingestellten Ausführungskosten sind keine Konditionen eines echten Brokers. Selbst wenn du andere Werte für die Übung einstellst, entsteht daraus kein vollständiges Modell aller Kosten und Ausführungsrisiken eines realen Kontos.

Ein Risikolimit garantiert keine Verlustobergrenze

Die Positionsgrößenberechnung verwendet den Abstand zum Stop und dein festgelegtes Risikolimit. Die Vorschau hilft dir, diese Planung zu prüfen. Sie garantiert nicht, dass ein echter Verlust auf den angezeigten Betrag begrenzt wäre. Ein Stop ist im Live-Handel keine Versicherung gegen jede Kurslücke oder Ausführungsabweichung. Auch die Standardwerte für Kontogröße, Tagesverlust und Tradeanzahl sind nur Einstellungen einer Übung. Sie sind keine persönlichen Empfehlungen und keine Aussage über geltende Anforderungen eines Brokers.

Virtuelles Geld verändert die Entscheidungssituation

Beim Replay steht kein echtes Vermögen auf dem Spiel. Der Druck, einen tatsächlichen Verlust zu akzeptieren, kann daher anders ausfallen als beim Üben. Zudem kannst du die Wiedergabe pausieren oder das Tempo verändern. Der Live-Markt wartet nicht auf deine nächste Entscheidung. Ein ruhiger Ablauf in der Simulation belegt deshalb nicht, dass du unter Zeitdruck und mit echtem Geld genauso handeln würdest. Wiederholungen können Gewohnheiten sichtbar machen, ohne diese Unterschiede aufzuheben.

Gute Kennzahlen sind keine Eignungsprüfung

Der Disziplinwert bewertet bestimmte Regelverstöße. Er beurteilt nicht deine gesamte Erfahrung, deine finanzielle Situation oder die Eignung einer Strategie. Ein hoher Wert kann mit einem Verlust einhergehen, während ein virtueller Gewinn trotz mehrerer Verstöße entstehen kann. Auch R-Multiplikatoren und maximaler Drawdown beschreiben nur den gemessenen Verlauf. Betrachte die Trade-Liste und die Zeitpunkte der Verstöße gemeinsam. Keine dieser Angaben bestätigt, dass du bereit für einen Wechsel zum echten Handel bist.

Historische Erkenntnisse mit Grenzen nutzen

Nach einer Sitzung zeigt BarDrill den restlichen Handelstag in Grau; beim Blindtraining werden Ticker und Datum sichtbar. Diese Auflösung erleichtert die Nachbesprechung, kann aber auch Wissen hinzufügen, das beim Einstieg fehlte. Bewerte frühere Entscheidungen anhand der damals verfügbaren Informationen. Für persönliche Anlagefragen solltest du eine zugelassene Fachperson konsultieren. Die Anleitung erklärt das Modell, und die Nutzungsbedingungen beschreiben den Rahmen der Anwendung. BarDrill liefert keine Trade-Ideen, Signale oder Empfehlungen.